Himmelsbürger

Eph 2,11-20 (Ausz.) Denkt daran, dass ihr … zu jener Zeit ohne Christus wart … und ihr hattet keine Hoffnung und wart ohne Gott in der Welt. Jetzt aber, in Christus Jesus, seid ihr, die ihr einst fern wart, durch das Blut des Christus nahe geworden. Denn er ist unser Friede. So seid ihr nun nicht mehr Fremde und Nichtbürger, sondern ihr seid Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen. 

Wir alle waren einmal ohne Gott. Ich bin nicht als Kind Gottes geboren. Niemand ist das. Ich war “fern” von ihm und kannte ihn nicht. Deshalb war ich auch “ohne Hoffnung” – das heißt, ich konnte kein ewiges Leben erwarten.

Für Gott war das kein befriedigender Zustand, deshalb hat er mich durch seinen Sohn mit sich versöhnt und auch mich zu seinem Sohn gemacht. Das geschah in zwei entscheidenden Momenten: Zuerst, als Jesus am Kreuz sein Leben gab, um für unsere Schuld zu bezahlen; und dann, als ich an ihn glaubte und ihn zu meinem Herrn machte.

Vorher waren wir “Fremde und Nichtbürger”, wir würden heute sagen, “Ausländer”. Ich habe einen Pass, auf dem vorne draufsteht: “Österreich”, der zeigt, dass ich in Österreich ein Inländer und Bürger bin. Aber damit bin ich auch ein Ausländer – in jedem anderen Land der Welt. Und auch im Reich Gottes. Als Christen haben wir einen neuen Pass: auf dem steht “Himmel”. Wir sind “Mitbürger” geworden. Unsere Heimat ist droben, und dorthin werden wir einmal gehen.

Mehr noch: Wir sind Gottes “Hausgenossen” geworden. Heute würden wir sagen: “Mitbewohner”. Sein Haus ist die Gemeinde (d.h. die Gesamtheit aller gläubigen Christen der Welt), dort wohnt er, und darin darf auch ich leben. Mit ihm und meinen unzähligen Geschwistern. Die werden hier “Heilige” genannt – das sind wir in seinen Augen.


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